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Italienische Landschildkröten

 

Ein wichtiges Thema bei der Anschaffung eines oder mehrerer Tiere ist die unbedingte Quarantäne. Man sieht der neu erworbenen Schildkröte leider nicht an, ob sie wirklich gesund ist.

Dies musste mein Freund Carsten aus Bochum schmerzlich am eigenen Leib erfahren: Er pflegte eine Gruppe von Landschildkröten der Westrasse thh. Wunderschöne Tiere, glatt gewachsene Weibchen, quirlige Männchen, die jedes Jahr für eine große Anzahl an Babies sorgten. Teils handelte es sich bei den alten Tieren um Wildentnahmen aus dem Habitat.

Im Sommer des Jahres 2016 nahm er von seinem Freund Thomas B. aus dem Kreis Mainz-Bingen eine Schildkröte auf. Auf die Frage, ob dieses Tier Herpes getestet sei, hat Thomas mehrfach mit 'ja' geantwortet.

Nach der Winterruhe traten im März 2017 rätselhafte Symptome an diesem Tier auf. Ende März war klar, dass er sich durch die von seinem 'Freund' übernommene Schildkröte den Herpes-Virus 770 in den Bestand geholt hat. Heute, am 12.04.2017, leben von einstmals 19 tollen, großen und teilweise alten Schildkröten noch 6 Tiere und deren Prognose ist leider auch nicht gut. Am 14.04. brach die Krankheit bei zwei Tieren aus, am 16.04.2017 ist auch die letzte Schildkröte erkrankt und gestorben.

Er steht heute vor dem Nichts, seine in über dreißig Jahren in liebevoller Pflege aufgebaute Gruppe existiert nicht mehr.

Dies zeigt uns wieder deutlich, dass wir auf Versprechungen vermeintlicher Freunde nichts geben dürfen. Neue Tiere müssen für ein Jahr vom Bestand separiert und mehrfach auf Herpes getestet werden. Erst dann hat man einigermaßen Gewissheit, dass man seine Gruppe gesund hält.


Carsten hat seine Sicht auch noch einmal niedergeschrieben. Der Text ist hier nachzulesen.